Vereins – Chronik

 

Die Volksbühne Hergensweiler feierte im Jahr 2009 ihr 60jähriges Bestehen.

Grund genug zurückzuschauen...

 

Die Gründung

Auf Anregung von Herrn Robert Grabherr trafen sich am 08.12.49 interessierte Theaterfreunde im Gasthaus Schweinberger in Hergensweiler. Da man Jahre vorher schon öfter einige kurze Theaterstücke zur Aufführung gebracht hatte, entschloß sich die Runde, nun einen ordnungsgemäßen Verein zu gründen. Dieser wurde "Theatervereinigung Eintracht " Hergensweiler genannt. Als Vorstand wurde Nikolaus Hagg gewählt, die Spielleitung übernahm Robert Grabherr und als Schriftführer wurde Alois Breyer bestimmt. Es wurden gedruckte Mitgliedskarten erstellt, die jedes Mitglied erhielt. Die Beitragshöhe wurde auf 1,50 DM festgesetzt. Als erste Aktivität des neu gegründeten Vereins entschloss man sich, das Stück „Das Weihnachtslicht im Felsengrunde“ zur Aufführung zu bringen.

 

 

Die Ersten

Hagg Nikolaus

Grabherr Robert

Breyer Alois

Brutscher Sepp

Brutscher Hermann

Rogg Josef

Rogg Oskar

Heim Erna

Vosseler Adolf

Schneider Alois

Leute Lydia

Metzler Hildegard

Meßmer Ulrich

Dr. Pemsl Hans

Strodel Josef

Bader Arnulf

Wilhelm Betti

Weber August

Heim Meinrad

Metzler Josef

Nuber Ambros

Nuber Trudl

Nuber Alfons

 

Vorstände

1949 – 1954        Nikolaus Hagg

1954 – 1984        Sepp Brutscher

1984 – 1985        Rudolf C. Karg

1985 – 1990        Hans Gielnik

seit 1990             Alfred Biesenberger

 

2. Vorstände

1949 – 1952        Ulrich Meßmer

1952 – 1971        Josef Strodel

1971 – 1978        Doris Oppl

1978 – 1981        Trudl Heim

1981 - 1985         Hans Gielnik

1985 - 1990         Alfred Biesenberger

1990 - 1991         Brigitte Karg

1991 - 1993         Wolfgang Meusburger

1993 - 1996         Lore Rogg

1996 - 1999         Arthur Wetzel

seit 1999             Anton Kleinhans

 

Spielleitung

1949 – 1950        Robert Grabherr

1950 – 1960        Josef Metzler

1960 – 1971        Ambros Nuber

1971 – 1977        Josef Wetzel

1977 – 1985        Roland Ohneseit

1985 – 1990        Brigitte Karg

1990 – 1991        Petra Eisenbarth

1991 – 2000       Jürgen Schega

2000 - 2002        Brigitte Karg

2002 - 2004        Jürgen Schega

2004 - 2010        Brigitte Karg

2011 - 2012        Conny Würtz

seit 2012             Brigitte Karg / Silvia Kleinhans/ Conny Würtz

 

 

 

Schriftführer

1949 – 1974        Alois Breyer

1974 – 1982        Roland Ohneseit

1982 – 1986        Lothar Reischmann

1986 – 1987        Mariette Straub

1987 – 1993        Jürgen Schega

1993 – 1996        Christine Leute

1996 – 2001        Daniel Wetzel

seit 2002             Jürgen Geiselmann

 

Kassier

1949 – 1951        August Weber

1951 – 1984        Josef Rogg

1984 – 2017        Susi Keller

Seit 2017:            Nicola Wetzel

 

 

Die Anfänge

 

Dez. 1948

Der Wunderdoktor

Der Postamentlesmann

Im Gasthof Milz in Wolfgangsberg

 

März 1949

Die Geburtstagstorte

Schnullrich läßt sich photographieren

Im Gasthof Sonne

 

Juni 1949

Bunter Abend am 06.06. im Gasthof Kolb in Pechtensweiler:

 

Das verweigerte Herbstkleid

Der Wunderdoktor

Schnullrich läßt sich photographieren

 

Juli 1949

Thusnelda will zum Standesamt

Oktober 1949

23.10. Glockenweihe:

Der G'wissenswurm

Der umg'stülpte Brauthandel

 

 

Aufgeführte Stücke

der Theatervereinigung "Eintracht" Hergensweiler

 

1949

Vereinsgründung am 8.12.49

 

Das Weihnachtslicht im Felsengrunde

In der Bahnhofsrestauration

 

1950

Als er wiederkam

Premiere am 10.04.50

6 Aufführungen in der Bahnhofsrestauration.

 

Das Kreuz in der Klamm

Premiere am 03.12.50

5 Aufführungen in der Bahnhofsrestauration.


1951

Der Tatzelwurm

Premiere am 29.04.51

5 Aufführungen

 

Der Geigenmacher von Mittenwald

Premiere am 08.12.51

5 Aufführungen

 

1952

Alpenglühn

Premiere am 30.11.52

5 Aufführungen

 

1953

Heimatglocken

Premiere am 29.11.53

7 Aufführungen

 

 

1954

Die Heimat ruft

Premiere am 05.12.54

6 Aufführungen

 

v.l.: Paula Ehrle, Ambros Nuber, Alois Breyer, Ernst Birk, Michael Heim, Hildeberta Schneider, Alois Rogg, Josef Rogg, Liselotte Albert, Sepp Kleinhans, Hermann Brutscher, Theo Bihler, Sepp Metzler

sitzend: Maria Voita, Hildegard Metzler, Sepp Brutscher, Kathi Held, Alfons Nuber

 

1955

Der Postillion von Rodendorf

Premiere am 04.12.55

5 Aufführungen

Sepp Brutscher

 

1956

Die Erbin

Premiere am 02.12.56

5 Aufführungen

 

1957

Bruder Martin

Premiere am 07.12.57

6 Aufführungen in Hergensweiler,

Eine Aufführung in Wangen auf Einladung des VDK Wangen, damaliger Besucherrekord: 2075 Personen.

 

1958

Bernadette (religiöses Schauspiel)

Premiere am 13.12.58

7 Aufführungen in Hergensweiler,

Eine Aufführung in Wangen auf Einladung des VDK.

 

1959

Die spanische Fliege

Premiere am 26.12.59

7 Aufführungen in Hergensweiler,

Eine Aufführung in Wangen auf Einladung des VDK.

 

1960

Meier Helmbrecht

Premiere am 26.12.60

7 Aufführungen in Hergensweiler,

Eine Aufführung in Wangen

v.l.: Hans Gielnik, Sepp Kleinhans, Matthias Betz, Alois Breyer, ?, Georg Baldauf, Karl Müller, Heinrich Wetzel, Theo Bihler, Manfred Stieglmayr, Gertrud Heim, Sepp Brutscher, Maria Wetzel, Hermann Brutscher, Annemarie Schneider, Andreas Stieglmayr, Georg Weber

 

1961

Das lebenslängliche Kind

Premiere am 02.12.61

8 Aufführungen

 

1962

Der Meisterboxer

Premiere am 12.12.62

6 Aufführungen

 

1963 / 1964

Pause

Persönliche Gründe einiger Spieler verhinderten die Vorführung.

 

1965

Der keusche Lebemann

Premiere im Dezember 1965

v.l.: Doris Parusel, Elisabeth Martin, Hermann Brutscher

 

1966 - 1968

Zwangspause

Am Freitag, 29.04.66 um 15.10 Uhr brannte die Bahnhofswirtschaft ab. Die Bühne und sämtliche von Meinrad Heim handgemalte Kulissen wurden ein Raub der Flammen.

 

1969

Siebzehn und vier und

Das Geständnis im Kartoffeldämpfer

Premiere am 19.01.69

4 Aufführungen im Gasthof Stockenweiler.

 

1970

St. Pauli in St. Peter

Premiere am 06.12.70

8 Aufführungen im Gasthof Sonne.

 

1971

keine Aufführung

 

1972

Der Saisongockel

Premiere am 03.12.72

8 Aufführungen im Gasthof Sonne.

 

1973

Fränzel

Premiere am 26.12.73

4 Aufführungen in der neugebauten Leiblachhalle

 

1974

Die Vernichtung

Nach dem Roman „Die Moorhexe“ von der Lindauerin Celida Sesselmann unter persönlicher Leitung von Professor Eugen Andergassen.

Uraufführung am 07.12.74

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

Eine Aufführung im Stadttheater Lindau.

Ein Höhepunkt in der Theatergeschichte Hergensweiler: Zum erstenmal spielt eine Laienbühne im Stadttheater in Lindau.

 

v.l.: Josef Rogg, Gitti Karg

 

1975

Bruder Martin

Premiere am 07.12.75

5 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

1976 / 1977

Umbenennung des Vereins in

"Volksbühne Hergensweiler"

 

Drei Frauen um Daniel

Premiere am 19.03.77
Ursprünglicher Aufführungstermin im Dez. `76 bedingt durch den Unfall des Hauptdarstellers Sepp Brutscher auf März `77 verschoben.

 

1977

Der Verrat

Deutsche Erstaufführung am 04.12.77

8 Aufführungen in der Leiblachhalle

Ein Stück von Professor Eugen Andergassen.

 

v.l.: Xaver Steininger, Horst Keller, Rudi Karg, Hermann Brutscher

 

1978

Glück mit Monika

Premiere am 09.12.78

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

1979

Kurbetrieb beim Kräuterblasi

Premiere am 09.12.79

5 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

1980

Der fidele Strohwitwer

Premiere am 07.12.80

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

1981

Wieder amol a Lausbua sei

Premiere am 06.12.81

6 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

v.l.: Sepp Brutscher, Gitti Karg

 

1982

Umwandlung der Volksbühne in einen eingetragenen Verein inkl. Satzungsänderung

 

Der eingebildete Kranke

Premiere am 04.12.82

6 Aufführungen in der Leiblachhalle

v.l.: Trudl Heim, Walter Bingger, Roland Ohneseit, Paula Schiglot

 

1983

Die Eherevolution

Premiere am 03.12.83

6 Aufführungen in der Leiblachhalle.

Volksbühne Hergensweiler gründet Jugendbühne, Spielleiterin: Monika Kostgeld, erster Auftritt am Dorfabend im November '83 mit dem Stück "Irgendwer".

 

 

1984

Lumpazi Vagabundus

Premiere am 01.12.84

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

v.l.: Wolfgang Meusburger, Hans Gielnik, Alfred Biesenberger

 

1985

Der Mann der sich nicht traut

Premiere am 07.12.85

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

v.l.: Gitti Karg, Hans Gielnik, Rudi Karg.

 

Jugendbühne mit dem Stück "Die heiligen drei Könige"

.

 

1986

Das Geld liegt auf der Bank

Premiere am 06.12.86

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

v.l.: Wolfgang Meusburger, Hans Gielnik, Jürgen Schega.

 

1987

Bruder Klaus

Premiere am 05.12.87

7 Aufführungen in Hergensweiler.

Eine Benefizaufführung im Stadttheater Lindau zugunsten des Wiederaufbaus der zerstörten Stiftskirche.

Eine Aufführung in Herlazhofen auf Einladung der katholischen Landvolkbewegung.

Besucherzahl gesamt 3400 Personen.

 

 

Vom Papst geweihte Bruder-Klaus-Medaillen von der Diözese Augsburg konnte die Spielleiterin Gitti Karg als Anerkennung für die guten Leistungen an die Hergensweiler Theatergruppe überreichen.

 

1988

Die Gschicht vom Brandner Kasper

Premiere am 03.12.88

8 Aufführungen in der Leiblachhalle

v.l.: Wolfgang Meusburger, Beate Gruber, Jürgen Schega.

 

v.l.: Hermann Brutscher, Sepp Brutscher.

 

1989

Die Moorhexe

Premiere am 02.12.89

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

v.l.: Alfred Biesenberger, Gitti Karg, Ramona Wetzel

 

1990

Die Kaktusblüte

Premiere am 01.12.90

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

Pro Aufführung wurde 14 mal das Bühnenbild gewechselt.

 

v.l.: Jürgen Schega, Cornelia Schiglod, Wolfgang Meusburger

 

1991

Die Hosenknopf – Affäre

Premiere am 30.11.91

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

v.l.: Wolfgang Meusburger, Sigmar Heim, Hubert Wilhelm, Herrmann Brutscher.

 

1992

Johnny Belinda

Premiere am 28.11.92

8 Aufführungen in der Leiblachhalle.

Einzigartiges Bühnenbild: Die Mühle von Horst Keller und Ottmar Oppl

v.l.: Arthur Wetzel, Lore Rogg, Sepp Brutscher, Kerstin Vosseler.

 

1993

Die Silberhochzeit

Premiere am 04.12.93

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

 

 

1994

Bernadette

Premiere am 03.12.94

6 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

 

1995

Sing Nachtigall sing

Uraufführung 02.12.95

8 Aufführungen in der Leiblachhalle.

Zeitungsbericht vom 06.12.95:

...mit seinem Theaterstück „Sing Nachtigall sing“ hat Freizeitautor und Spielleiter Jürgen Schega ein Experiment gewagt.

 

In einer abwechslungsreichen und kurzweiligen Kombination von amüsant – humoristischen und bedrückend – nachdenklich stimmenden Szenen wird die Geschichte der sechsköpfigen Durchschnittsfamilie Hauser im Deutschland der Jahre 1938 bis 1945 erzählt.

 

1996

Baby Hamilton

Premiere am 07.12.96

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

Unvergeßlich: Alfred Biesenberger als Beau mit rosa Schleifchen an den Schuhen.

 

Alfred Biesenberger

 

1997

Schwabenkinder

Premiere am 06.12.97

8 Aufführungen in der Leiblachhalle.

Der Altersunterschied zwischen dem jüngsten Darsteller (Katharina Rehm) und dem ältesten Darsteller (Sepp Brutscher betrug 64 Jahre.

 

 

1998

Im Himmel ist die Hölle los

Premiere am 05.12.98

7 Aufführungen in der Leiblachhalle.

 

 

 

1999

Bruder Klaus

Premiere am 04.12.99

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2000

Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Premiere am 02.12.00

7 Aufführungen in der Leiblachhalle




2001

Das Gespenst von Canterville

Premiere am 01.12.01

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

 

2002

Bethlehem Hinterhof

Premiere am 07.12.02

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2003

Vorhang auf

Premiere am 06.12.03

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2004

Märzherz - Aufstieg und Fall des Joseph Hofstetter

Premiere am 04.12.04

6 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

2005

Romeo mit grauen Schläfen

Premiere am 03.12.05

6 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

2006

Der Tod im Birnbaum

Premiere am 02.12.06

6 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2007

Das Geheimnis von Cheatham Hall

Premiere am 08.12.07

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

2008

No amol an Laubua sei

Premiere am 06.12.08

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

2009

Der keusche Lebemann

Premiere am 05.12.09

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

Die Bühne feiert ihr 60jähriges Jubiläum feiert den runden Geburtstag mit Jubiläums-Prosecco mit den Besuchern.

· 

 

Jubiläumsbericht in der Schwäbischen Zeitung zum 60jährigen Bestehen der Volksbühne Hergensweiler

Berichterstattung der Lindauer Zeitung zum Stück "Der keusche Lebemann"

 

2010

Bruder Martin

Premiere am 04.12.09

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

Berichterstattung der Lindauer Zeitung zum Stück "Bruder Martin"

 

 

 

2011

Pension Schöller

Premiere am 03.12.11

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

 

Presse-Echo: Die Premieren-Kritik der Lindauer Zeitung

 

 

2012

Lechtaler Schwabenkinder

Premiere am 08.12.12

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

Die beiden Vorstände mit der Autorin Claudia Lang

Presse-Echo: Die Premieren-Kritik der Lindauer Zeitung

 

 2013

Drei Männer im Schnee

Premiere am 07.12.13

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2014

Die Gschicht vom Brandner Kasper

Premiere am 06.12.14

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2015

Johnny Belinda

Premiere am 05.12.15

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

 

2016

Kommissar Kluftinger „Wetterleuchten“

Premiere am 03.12.16

7 Aufführungen in der Leiblachhalle

2016_Kluftinger_Hergensweiler

 

Fortsetzung folgt...

 

 

 

Geschichtlicher Rückblick

1831 Den adeligen Tagelöhner oder Die verlorene Unschuld

1887 Staberl von China, aufgeführt in Stockenweiler

1909 Staberl von China

1911 Kameruner Wachparade

1913 Der Glockenguß von Breslau

1920 Die Bregenzer Klause - aus Anlaß des 100sten Geburtstages von Heimatdichter Hermann von Lingg (9.Aufführungen)

1920 Vereint

v.links: Meinrad Heim, Gustav Vosseler, Anton Wilhelm, Berta Schlupp, Agathe Elbs, Ambros Wesle, Xaver Hehle, Anton Bihler, Anna Heim, Eugen Prestl; sitzend: Xaver Heim, Alois Rogg

 

1921 / 1922 Der siebente Bub

1924 Winzerliesel

1926 Mizzi und Muzzi

 

Aufführungsplakat aus dem Jahr 1831.

 

Mundart-Bericht
über den Theaterverein
"Eintracht" Hergensweiler
Aus: “Der Westallgäuer” vom 11.01.1966

 

Die “Uiträchtegevu Heargeschwiler

Uf ar gwähnleche Landkarte findscht die Bevölkerungszentrale gar it und dr Schneallzug uf dr Lindauer Schtrecke fahrt do ou so schneall dur, daß de Name vu dear Schtatio gar it lease kascht, er ischt ou bode lang, dear Name. Und iberhoupt vrschteckt se dös Örtle so schpitzbüebesch hinter däna viele Obschtbämm, daß bas bim Durfahre wiörkle fascht iberseah ka.

Kiörzle, an am Obed, bin i gonz dur Zuefall uf dös Heargeschwiler ku, und was i do gseah und vrleabt ho, hot wiörkle alls ibertroffe. I ho direkt gmuit, i söi in a internationalsTreafe iie-grote und as hot se zoiget, daß mi Muinung Wiörklekoit, gradweg a Realität gsi ischt. Vor dr Bahofsreschtauratio sind gonze Kolonna vu Auto ufggfahre und hiifewiis Lit zsämetku, wiörkle international. Vum Öschtrichesche, vum Wirtebergische, vum Boyresche sowieso, jo sogar vum Preißesche, holt vumAchbergesche” sind se ku, ou die vu oberem Bearg und sogar vu Auers dussa. Nochert hon i denn örscht gseah, was dr grund zue deam Völkeruflouf gsi ischt, denn uf am Blakat an ar Telegrafeschtang dana hon i glease, ( i gonz große Bueschtabe ischt as druf gschtong) daß dr Theaterverein “Uitrachtvu Heargeschwilera große Vorschtöllung iber d Bühne loufe lot und eabe us deam Alaß ischt so an Hufe Lit do zsämet ku. Uf deam Blakat ischt gschtong, daß dös Schtuck, wo se schpielet, “Der keusche Lebemann” hoißt.  I deam Lokal dinna, iberhalb iber dr Schteage doba, ischt a dr Kasse a Adrang gsi, daß dr Kassierer mit m Geldineah bold numma z Schuß ku ischt, und neabe da ischt a Föierwehrma gschtong, so schtramm,daß ba gloube het kinne, dear sei bim Turnvater Jahn persönle i dr Zucht gsi. Ibregens hon i grad no verlickerlet, wie dr Herr Seelevater vu dr Gmuid an schäne, kroisrunde und silbreg-glänzegeFiiferis Kassedrickle glöit und se niez meh rus gea long hot. Dr Saal ischt schä warm gsi und i ho ghert, daß dr Houptdarschtöller vu deam Schtuck högschtpersönlea paar Ziörne voll Schpriedla und Schidder brocht und ou fir Kohla gsoarget höi. Dös hoißt ba Idealismus!

Nochert ischt denn dr Voarhang ufgange und im heallschte Liet hot se uf dr Bihne a guet iigrichte Schtube zoiget. Und do dinna hot se dramatesch, schpannend, mit viel Humor, hearzeger Komik  und wirkle guet dargschtöllt ds Gescheanis vu deam keische Leabema abgschpielt. Ma ka sage, und do brucht  ba it amol schmoichle, daß jöds uizeall, wo do uf dear Bihne a Figur vrkörperet hot, mit am Kinne, mit ar Natirlechkoit, mit ar menschleche Gschtaltungskraft und it zletscht mit ar usgschproche guete Schpro des Bescht gea hot. Des Hämpfele Lit, ob Wible oder Mändle, wo se do so ideal zsämet gfunde und uiträchtegiber zwoi Schtund des gonz Bublikum beschtens unterholte hot, verdienets, daß ba ui Woart drzue seit, und dös hoißt gonz uifach:

Prächteg!”

A orkanartega Beifall hot jo zoiget, daß as a grandiosa Erfolg gsi ischt, vor luter Begoischterung ischt sogar s Oferohr abargfalle und sind zwoi Feanschterschiibe i Trimmer gange. A Föl hon i zletscht no klatsche gseah, i glouub die hot ihre Batschhändle drno gar numm i ihre Händsche iie brocht. Aber alls i allem und zum End dearf ba bloß wiische und hoffe, daß dr Heargeschwiler Theaterverein “Uitrachtuiträchteg so witer machet, so daß die uiträchtege Zuegugger no oft uiträchteg an uiträchtege Genuß vu dearUitrachthond.                

(Ludwig Sinz)

 

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